Hinweise für Helfer:innen

Bei den Hilfstätigkeiten interagierst Du mit besonders gefährdeten Risikogruppen. Damit das Ansteckungsrisiko minimiert wird, ist es wichtig, dass Du Dich an bestimmte Verhaltensrichtlinien hälst. Lies Dir diese bitte durch, bevor Du Dich anmeldest.

Auch wenn Dir diese Regeln übertrieben erscheinen – sie sind ausschlaggebend dafür, ob wir helfen oder schaden.

Mit anderen Worten: Sie retten Leben.

Erster Grundsatz: Kontaktlosigkeit

Vermeide persönlichen Kontakt. Das bedeutet, dass unter allen Umständen Händeschütteln unterlassen und immer ein Mindestabstand von 2 m eingehalten wird. Einkäufe werden nach Absprache zum Beispiel vor der Türe oder vor einem Fenster abgestellt. Sprech Deine:n Hilfesuchende:n explizit darauf an, dass Du nur hilfst, wenn diese Regeln eingehalten werden und, dass dies zu seiner/ihrer eigenen Sicherheit geschieht.

Zahle beim Einkauf, wenn möglich, mit Karte, um Kontakt mit Geldmitteln zu vermeiden. Den Geldtransfer mit den Hilfesuchenden wickelst Du selbst ab. Wir empfehlen Überweisungen, wenn möglich. Da besonders ältere Menschen häufig keinen Zugriff auf Online Banking haben, besteht die Alternative, dass Bargeld z.B. in einen Umschlag oder Portemonnaie zu den Einkaufstüten gelegt wird und das Rückgeld mit Kassenzettel auf die gleiche Weise wieder zurückkommt. Die Hilfesuchenden können dieses entweder mit Handschuhen oder erst nach einiger Zeit herausnehmen. Man kann mit sehr großem Abstand von der Haustür (mindestens 2 m, lieber mehr) freundlich kommunizieren. Das Ganze muss also nicht völlig anonym ablaufen. Versuche, lediglich jedes Ansteckungs-Risiko zu vermeiden.

Zweiter Grundsatz: Maske tragen!

Masken reduzieren das Infektionsrisiko. Aufgrund der Maskenpflicht sollte jede:r von uns sowieso in Besitz eines Mund-Nasenschutzes sein, daher tragt sie doch einfach auch, wenn Ihr Menschen der Risikogruppe Einkäufe übergebt. Hier ist jede Risikominimierung noch viel wichtiger als sonst! Zentral ist dabei die richtige Verwendung der Masken. Masken erhaltet ihr bei Bayreuther Apotheken oder selbstgenähte Masken über maskefuerdich.de.

Dritter Grundsatz: Beachtung der Hygienestandards

Reinige mehrfach und ausführlich Deine Hände, insbesondere nachdem Bargeld, öffentliche Flächen oder andere Personen angefasst wurden. Wenn möglich, nutze Einmalhandschuhe. Die häufige Reinigung der Kleidung ist essentiell. Wir empfehlen außerdem, die Materialien, die Du übergibst zu desinfizieren bzw. die Annehmenden darauf hinzuweisen und vorsichtig damit umzugehen.

Vierter Grundsatz: Keine Hamsterkäufe

Wir stehen für ein solidarisches Miteinander und verzichten daher auf panische Hamsterkäufe. Wenn wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen, ist genug für alle da!

Fünfter Grundsatz: Wir verlangen kein Geld

Wir wollen Menschen aus Risikogruppen helfen und das, ohne Geld zu verlangen – es geht um Solidarität, nicht darum, Geld zu verdienen. Menschen mit weniger Geld haben den gleichen Anspruch auf unsere Hilfe wie alle anderen.

Sechster Grundsatz: Kontinuität

Wir wollen möglichst die gleichen Helfer:innen zu den gleichen Haushalten zuteilen, um zusätzlich Kontakte zu minimieren. Wenn mit der Person, der Du geholfen hast, alles gut geklappt hat und Du regelmäßig Zeit hast, sprich bitte mit ihr ab, dass sie Dich ab jetzt direkt kontaktieren soll. Nur wenn Du einmal keine Zeit hast, richte Dich wieder an uns.


Unsere Hinweise beruhen teilweise auf einem Interview vom ZEITmagazin ONLINE mit Benjamin Maier, Forscher am Robert Koch Institut zu infektiösen Ausbreitungsprozessen.

Zudem kannst Du hier noch an einer Online Schulung des DRK zu Hygiene und Desinfektion teilnehmen. Wir empfehlen, dass Du ca. 30 Minuten investierst, um diesen Kurs zu machen, dies ist aber nicht verpflichtend, um helfen zu dürfen.